Klasse Vera Bourgeois

 


 

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Karin Koslowski

Geburtsdatum: 13 August 1978

Geburtsort: Osterode/Polen

Studium: Seit 2001 Studium der Freien Kunst an der HBK- Braunschweig



 



Weltenbaum

I do not have a home anymore. I have several homes. And I am travelling, searching, driving, arriving and leaving. By Chance my car becomes my new home.

 



 




 

Jenseitslandschaft

 





 

Form12-Aurora

 

 



 

April-Aurora

 



 


Texterläuterung zu den Arbeiten

Weltenbaum
Jenseitslandschaft
Form12-Aurora
April-Aurora

 


Es ist, wie eine unmittelbare Leichtigkeit einer Einsicht, die umherschwirrt wie ein loses Blatt Papier im Wind. Eine Bewegung wird wahrgenommen, in die alle Lebewesen eingebunden sind, ob sie es wissen oder nicht. Eine Bewegung, die auf einen unbekannten, unheimlichen Ort verweist. Der Ort,  wie eine Erinnerung aus einer anderen Zeit. Es hat keine räumliche Begrenzung, keinen Anfang und kein Ende. Wir wissen nicht, was uns dort erwartet, es ist alles ungewiss. Es gibt kein jenseits dieser Stelle und doch treibt alles darauf zu. Diese Bewegung und die Reise dorthin habe ich versucht in der Arbeit "Weltenbaum" zu skizzieren.

Von dort ging die Reise weiter und ich setzte mich genauer mit der Ahndung jenes Ortes, wohin alle Sehnsucht gerichtet ist näher auseinander. Obwohl unmöglich vorzustellen das jenseitige dieser Welt, weil es kein jenseits des Lebens gibt, habe ich die eine Landschaft geschaffen, in der ich mir zumindest den beinahe absurden Vorstellungen hingebe es gäbe ein jenseits der hiesigen Landschaft, des hiesigen Lebens. "Jenseits Landschaft" ist ein ab- absurdum führen jeglicher menschlicher Vorstellung. Denn dem menschlichen Verstand sind natürliche Grenzen gesetzt und ich habe sie ignoriert, denn ich wollte nichts mögliches zeigen, sondern das Unmögliche berühren.

Das Unmögliche, Unberührbare berühren,  ist mein Ziel. Die flüchtige Form, die grundlos im Raum erscheint und wieder verschwindet. Ich berühre es, indem ich sichtbar mache, was ansonsten unsichtbar bleiben würde. Unendlich zu allen Seiten hin erscheint der Raum/das Meer, aus dem die "Form12-Aurora" auftaucht. Die Bodenzeichnung verwandelt sich in eine Wasseroberfläche. Am Rande erkenne ich den Anfang eines Farbenspiels. Das Licht in seine Urtöne aufgeteilt flackert auf und macht die Form sichtbar, gleichzeitig verweist es auf das unberührbare Jenseits. Am Horizont, werden wir niemals ankommen, denn es entzieht sich uns sobald wir es versuchen.

Im April entflammte der Himmel in allen seinen Farben. Ein neuer Anfang, die Natur wacht wieder auf, nach einem langen Schlaf. Die neue Hoffnung und die Freude über das Leben und seine Schönheit, als auch die Unheimlichkeit des Lebens und seine Abgründe wollte ich zeigen. Der Mensch treibt in diesem unheimlichen Raum/Meer, wie eine Insel/Form. Er muss sich behaupten, seine Grenzen prüfen, seine Ufer neu erobern. Eins ist gewiss, er taucht auf, um zu verschwinden. April ist die bejahnde Zuversicht, es ist ein schillerndes Synonym für den Mut den wir brauchen, um  das Leben zu bestehen. Es gibt keine Alternative zu Mut und kein Jenseits des Lebens.




 

Säulenarbeit